ExpertInnen-Reihe

ExpertInnen-Reihe: Interview mit Tatjana Schnell, Sinnforscherin

Sinn.fm Interview mit Tatjana Schnell, Foto: Gregor Schneider

 

 

Als international anerkannte Sinnexpertin befasst sich Tatjana Schnell mit empirischer Sinnforschung. Sie ist Persönlichkeits- und Differentielle Psychologin, assoziierte Professorin an der Universität Innsbruck und Autorin. Sie geht der Frage nach, WIE Menschen ihrem Leben Sinn geben, wovon Sinnempfindung abhängt und welche Konsequenzen damit verbunden sind. Von ihr wollen wir wissen: Was macht eine sinnvolle Berufstätigkeit aus?

Sinn ist nichts, das existiert, sondern was wir einer Sache zuschreiben, erklärt Tatjana Schnell. Die Wortherkunft ist indogermanisch, „sent“ – eine Fährte suchen, einen Weg einschlagen. Auf die Richtung kommt es an, denn der Weg kann sich ändern. Wir erfahren im Gespräch, was Sinn mit Glück zu tun hat, denn die Bedeutung ist unterschiedlich. Mit Tatjana Schnell sind wir dem Sinn im Beruf auf der Spur: Digitalisierung ist jedenfalls keine Sinnbarriere, berufliches Sinnerleben und Lebenssinn hängen zusammen, Sinnhaftigkeit von Arbeit und Sinnerfüllung im Beruf sind allerdings zwei Paar Schuhe. Tatjana Schnell erläutert Sinn in Bezug auf Gesundheit und verdeutlicht, wie Sinnverlust erfolgt, wenn Unternehmenswerte nicht authentisch gelebt werden.

Über diese Themen sprechen wir:

  • Warum Sinnforschung?
  • Bedeutung des Sinnbegriffes
  • Sinn und Glück ist nicht dasselbe
  • Das Sinnvolle verlangt Anstrengung
  • Digitalisierung ist keine Sinnbarriere
  • Berufliches Sinnerleben und Lebenssinn
  • Gefahren für sinnüberzeugte Menschen
  • Motivation durch die Führungsebene
  • Ursachen von Sinnverlust
  • Sinn ändert den Umgang mit Krankheit
  • Gelassenheit statt Stressmodus
  • Forschungsausblick

Sinn.fm-Buchtipp: Psychologie des Lebenssinns von Tatjana Schnell